Sonntag, 8. Mai 2011

Bunt und auffällig ist nicht gut!

Zumindest dann nicht, wenn man an sehr motivierte Zollbeamte gerät... Doch der Reihe nach: Mit fast leeren Koffern (wir hatten uns ja fest vorgenommen, in New York ordentlich zu shoppen) und dem üblichen Handgepäck geht es nach Düsseldorf zum Flughafen. Und dort musste ich beim Check-In feststellen, dass zu bunt = zu auffällig ist - und das ist nicht gut! Da hatte ich mir doch diese traumhafte Fotobella für mein Kameraequipment genäht, und was soll ich sagen: Ich musste mitsamt der Tasche erst einmal zur Drogenkontrolle! Mein Mann, meine Fotobella und ich werden also von zwei äußerst wortkargen Zollbeamten zu einem kleinen Raum geleitet, in dem die Tasche dann einer intensiven Kontrolle unterzogen wird. Da man uns nicht aufgeklärt hat, was nun passiert, stehen wir ein bisschen dumm in der Gegend herum und Jörn raunzt mir zu: "Was machen die denn da?" Gott sei Dank, denke ich, da bin ich nicht die einzige Person, die gerade keinen Plan hat. Doch als der Zollbeamte dann von der Tasche mit einem kleinen Läppchen von innen und außen einen Abstrich nimmt, dämmert es mir so langsam. "Ich glaube, die suchen nach Drogen..." raunze ich zurück und kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Das entgeht auch dem zweiten Beamten, der uns "bewacht", nicht und er wirft mir einen mitleidigen Blick zu, der irgendwie so rüberkam: dummes, blondes Land-Ei fliegt nach New York; die wird keine zwei Tage überleben!
Den Gefallen tue ich dir nicht, du... du... ich denke das lieber nicht zu Ende, schnappe mir meine Tasche und wir dürfen endlich unsere Plätze im Flieger einnehmen.

Pünktlich um 13.10 Uhr heben wir ab und sind 7,5 Stunden später schon in New Jersey. Wieder Sicherheitskontrollen, langes Warten bei der Einreise. Aber dann haben wir es geschafft, der erste Stempel ist in meinem nagelneuen Reisepass und wir können mit dem bereits gebuchten Shuttleservice Richtung Manhattan zu unserem Hotel fahren. Wir sind total euphorisch! Das Hotel ist von außen super, wenn es das auch von innen hält, was es von außen verspricht, hätten wir es besser nicht treffen können. Schnell einchecken, Koffer auf unser Zimmer bringen und dann los!


Obwohl es in Deutschland nun schon mitten in der Nacht wäre, sind wir immer noch fit und beschließen, von unserem Hotel aus den Broadway in Richtung Brooklyn entlang zu laufen. Wir sammeln erste Eindrücke und unser Weg führt uns direkt an Macy´s vorbei. *The world´s largest store* steht einladend mit riesigen Lettern an der Fassade. Keine Frage, da müssen wir morgen hin! Aber für heute reicht es. Wir machen uns auf den Rückweg zum Hotel, besorgen uns im nächsten Supermarkt noch das Nötigste zu essen und genießen dann noch auf der Dachterrasse des Hotels den Ausblick auf Manhattan:


Die Lichter, die Farben - irgendwie unwirklich, aber atemberaubend. Schöner kann ein Tag nicht zu Ende gehen, oder?

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